Als kulturell interessierter und aufgeschlossener Erasmus-Student habe ich in den vergangenen zwei Monaten selbstverständlich auch das eine oder andere Museum hier in Stockholm besucht. Und was dabei doch sehr auffällt, ist die unglaubliche Familienfreundlichkeit.
Überall kann man alles anfassen, ausprobieren und sich austoben. Es gibt Aufenthaltsräume mit langen Tischen und Mikrowellen, damit mein sein eigenes Picknick mitbringen kann. Auf den Toiletten sind grundsätzlich ein extra niedriges Klo und Waschbecken und die Kindereintrittspreise sind auch sehr niedrig.
Hier mal einige illustrierte Beispiele:
Sonntag, 28. Oktober 2007
17 Uhr Ortszeit: es ist dunkel...
... wollte ich nur mal eben mitteilen. Eigentlich ist es ja ganz schön, dass man eine Stunde länger hat heute, vor allem vor dem Hintergrund, dass ich lernen muss, aber ab vier Uhr nachmittags Dämmerung... das ist gewöhnungsbedürftig. Auf der anderen Seite kanns sicherlich auch ganz gemütlich sein, ich zünd dann gleich mal eine Kerze an :-).
Ansonsten ist hier in letzter Zeit nicht allzuviel passiert. Nächsten Donnerstag steht die Jura-Klausur bevor, das heißt der halbe Campus sitzt gerade förmlich in den Büchern. Gott sei Dank hatte ich vor der heißen Lernphase nochmal eine sehr nette Abwechslung: Elternbesuch! Zwei Tage Kurztrip Stockholm bei bestem Wetter. Das haben wir ausgenutzt und das volle Programm abgespult: Skansen, Gamla Stan, Katharinahissen, Södermalm, Junibacken, Skeppsholmen... und nicht zu vergessen Essen gehen (mein erstes Mal in Stockholm!).

Oh, und was natürlich auf keinen Fall unterschlagen werden darf, ist das Super-Überlebens-Fress-und-Trinkpaket, das die beiden mitgebracht haben (das Foto zeigt nur einen kleinen Ausschnitt). Daran werd ich noch viel Freude haben!
Ansonsten ist hier in letzter Zeit nicht allzuviel passiert. Nächsten Donnerstag steht die Jura-Klausur bevor, das heißt der halbe Campus sitzt gerade förmlich in den Büchern. Gott sei Dank hatte ich vor der heißen Lernphase nochmal eine sehr nette Abwechslung: Elternbesuch! Zwei Tage Kurztrip Stockholm bei bestem Wetter. Das haben wir ausgenutzt und das volle Programm abgespult: Skansen, Gamla Stan, Katharinahissen, Södermalm, Junibacken, Skeppsholmen... und nicht zu vergessen Essen gehen (mein erstes Mal in Stockholm!).
Donnerstag, 18. Oktober 2007
Stockholm Open
Letzten Freitag haben wir uns trotz winterlicher Temperaturen und Wetterlage aus dem Haus getraut. Allerdings nur, um den ganzen Tag bei den Stockholm Open in der Tennishalle zu verbringen. Tommy Haas, live und in Farbe, Manu und ich waren Hin und Weg ;-).

Wir saßen auch echt nahe dran, in der dritten Reihe! Da sind uns sogar die Bälle um die Ohren geflogen... Achso, und er hat natürlich auch gewonnen: 6:3, 6:3 gegen Juan Monaco. Die anderen Spiele waren auch nicht schlecht, mit Clement, Karlovic, Johannsson, Blake... auf jeden Fall klasse, das ganze mal aus der Nähe zu betrachten.


Wir saßen auch echt nahe dran, in der dritten Reihe! Da sind uns sogar die Bälle um die Ohren geflogen... Achso, und er hat natürlich auch gewonnen: 6:3, 6:3 gegen Juan Monaco. Die anderen Spiele waren auch nicht schlecht, mit Clement, Karlovic, Johannsson, Blake... auf jeden Fall klasse, das ganze mal aus der Nähe zu betrachten.
Samstag, 13. Oktober 2007
Det är kallt
Kurze Zwischenmeldung von mir: es ist gerade saukalt in Stockholm! Donnerstag Nacht minus 1 Grad, gestern Nacht minus 3 Grad...
Wenn ich morgens in meiner cabin aufstehe, frier ich mir sämtliche Körperteile ab bis sich die altersschwache Heizung dazu herablässt, zu wärmen. Und Wintershopping ist unter Erasmussern zur Zeit sehr beliebt: Schal, Handschuhe, Jacke, Mantel, Stiefel, Mütze... wurde alles von verschiedenen Personen in den letzten drei Tagen angeschafft.
Und so sah es gestern gegen vier Uhr morgens in Solna aus: (brrr, da muss man sich schon warme Gedanken machen...)
Wenn ich morgens in meiner cabin aufstehe, frier ich mir sämtliche Körperteile ab bis sich die altersschwache Heizung dazu herablässt, zu wärmen. Und Wintershopping ist unter Erasmussern zur Zeit sehr beliebt: Schal, Handschuhe, Jacke, Mantel, Stiefel, Mütze... wurde alles von verschiedenen Personen in den letzten drei Tagen angeschafft.
Und so sah es gestern gegen vier Uhr morgens in Solna aus: (brrr, da muss man sich schon warme Gedanken machen...)
Montag, 8. Oktober 2007
Von Kanelbulle, Wein, Campusleben und den Wundern der Technik
Und weiter geht das Leben in Schweden, es rennt geradezu in Riesenschritten... langsam bekomme ich auch ein Gefühl von schwedischem Alltag, denn nicht mehr jeder Tag ist total spektakulär. Sooo viele neue Eindrücke würde mein kleiner Kopf allerdings auch nicht aushalten, von daher find ichs eigentlich recht angenehm im Moment. Und es passiert immer noch genug...
Letzten Mittwoch zum Beispiel wurden wir Erasmus-Studenten in der Stockholmer City Hall (Stadshuset) vom Bürgermeister empfangen! Ich hab ihn zwar nur etwa ne Minute gesehen und nicht wirklich verstanden, aber dafür gabs ein gutes Buffet und genügend Wein! Endlich mal Wein, den bekommt man ja sonst nicht (außer man steht auf Tetrapak-Weißwein für 6 Euro...). Da hat sich das schick machen doch echt gelohnt.
Der Empfang fand übrigens im gleichen Saal statt wie das Bankett nach der Nobelpreisverleihung im Dezember. Wir wurden allerdings nach knapp zwei Stunden (als der Wein leer war) recht unsanft "rausgeschmissen", ich denke das passiert den Nobelpreisträgern nicht...
Donnerstag war Kanelbulle-Tag. Witzig, die Schweden: erfinden einfach einen Tag, an dem alle Kanelbulle essen müssen... und dann gibts überall "drei zum Preis von zwei", " vier für 30 Kronen", "300 zum Preis von 200" und man kann sich mit den Dingern zuschmeißen... Resultat: abends hatte ich zwei riesige Teile gegessen und konnte sie schon nicht mehr sehen, wir feiern mal wieder nen Geburtstag rein und dreimal dürft ihr raten, was der Geburtstagskuchen um Mitternacht war...
Freitag war dann, wie gesagt, mal wieder Geburtstag-Tag. Solna-Regel: jede Woche ein Geburtstag und immer am Freitag :-). Gute Organisation finde ich. Diesmal gab es als kleine Ausnahme allerdings sogar zwei Geburtstagskinder, Astrid und Lasse. Grund genug für eine Überraschungsparty und deshalb fand Freitag abend unsere zweite Fancy Dress Party statt. Motto: "Crazy Hat - komme mit einem verrückten Hut und hab Spaß".


Der Abend wurde dann etwas länger und feuchtfröhlich, daher verlief das restliche Wochenende für mich eher ruhig... Ich habe aber noch ein paar schöne neue Bilder in meiner Galerie.
Noch kann ich Bilder machen, auf den Computer ziehen und hochladen. Wer weiß wie lange noch, denn in Sachen Technik kommt hier so einiges zusammen auf dem Campus... Laptops zerstören sich aus ungeklärten Ursachen von selbst, meine externe Festplatte funktioniert nur noch an ungeraden Tagen hab ich das Gefühl, Kopfhörer sind hinüber, das Internetnetzwerk bricht regelmäßig zusammen... ich denke im Januar kochen wir dann alle zusammen draußen über dem offenen Feuer und schreiben unsere Seminararbeiten auf der Schreibmaschine...
Letzten Mittwoch zum Beispiel wurden wir Erasmus-Studenten in der Stockholmer City Hall (Stadshuset) vom Bürgermeister empfangen! Ich hab ihn zwar nur etwa ne Minute gesehen und nicht wirklich verstanden, aber dafür gabs ein gutes Buffet und genügend Wein! Endlich mal Wein, den bekommt man ja sonst nicht (außer man steht auf Tetrapak-Weißwein für 6 Euro...). Da hat sich das schick machen doch echt gelohnt.
Donnerstag war Kanelbulle-Tag. Witzig, die Schweden: erfinden einfach einen Tag, an dem alle Kanelbulle essen müssen... und dann gibts überall "drei zum Preis von zwei", " vier für 30 Kronen", "300 zum Preis von 200" und man kann sich mit den Dingern zuschmeißen... Resultat: abends hatte ich zwei riesige Teile gegessen und konnte sie schon nicht mehr sehen, wir feiern mal wieder nen Geburtstag rein und dreimal dürft ihr raten, was der Geburtstagskuchen um Mitternacht war...
Freitag war dann, wie gesagt, mal wieder Geburtstag-Tag. Solna-Regel: jede Woche ein Geburtstag und immer am Freitag :-). Gute Organisation finde ich. Diesmal gab es als kleine Ausnahme allerdings sogar zwei Geburtstagskinder, Astrid und Lasse. Grund genug für eine Überraschungsparty und deshalb fand Freitag abend unsere zweite Fancy Dress Party statt. Motto: "Crazy Hat - komme mit einem verrückten Hut und hab Spaß".
Der Abend wurde dann etwas länger und feuchtfröhlich, daher verlief das restliche Wochenende für mich eher ruhig... Ich habe aber noch ein paar schöne neue Bilder in meiner Galerie.
Noch kann ich Bilder machen, auf den Computer ziehen und hochladen. Wer weiß wie lange noch, denn in Sachen Technik kommt hier so einiges zusammen auf dem Campus... Laptops zerstören sich aus ungeklärten Ursachen von selbst, meine externe Festplatte funktioniert nur noch an ungeraden Tagen hab ich das Gefühl, Kopfhörer sind hinüber, das Internetnetzwerk bricht regelmäßig zusammen... ich denke im Januar kochen wir dann alle zusammen draußen über dem offenen Feuer und schreiben unsere Seminararbeiten auf der Schreibmaschine...
Dienstag, 2. Oktober 2007
Essen als wichtiger Teil des kulturellen Austauschs
Ich muss leider gerade 15 Minuten länger auf mein heutiges Abendessen warten, weil die Köchin wohl in leichten Schwierigkeiten steckt... das gibt mir mal die Gelegenheit, über die Erasmus-Essgewohnheiten zu berichten. Zu Beginn stand ich dem Ganzen ja etwas skeptisch gegenüber... von der Uni mit der besten Mensa Deutschlands zu der Uni mit der teuersten Mensa der Welt, wie kann das gutgehen? Gibts ab jetzt nur noch Nudeln mit Tomatensoße? Nein! Weit gefehlt, Gott sei Dank.
Ich wohne ja zum Glück mit vielen Leuten auf einem Haufen, die auch alle Hunger haben, das heißt fast jeden Abend kocht jemand anders. Das hat schon sehr viele Vorteile:
1. nur so einmal in der Woche muss ich mich ums Essen kümmern
2. ich muss nicht so oft abwaschen (dafür dann allerdings einmal richtig...)
3. ich lerne in kürzester Zeit nationale und internationale Spezialitäten kennen, die ich noch nie vorher gegessen habe und es ist immer superlecker!
So gab es neben den Klassikern (Spaghetti Bolognese, Fischstäbchen und Pizza) schon unzählige kulinarische Köstlichkeiten: Shrimps (dabei dachte ich immer ich mag keinen Fisch...), Thai-Gemüse, französischer Tomatenkuchen, Chili con carne, selbstgemachte Köttbullar, tiefgefrorene Köttbullar, Hot Dogs, Schweizer Käse-Fondue, Asia-Huhn, Pfifferlinge, Lasagne, Champignons in Gorgonzola-Sauce, Milchreis, Cous-Cous, etc. etc...
Nicht schlecht, was?! Solna-Campus ist der Gourmet-Tempel Stockholms :-). So, und jetzt hab ich noch mehr Hunger bekommen, also auf zum heutigen Menu: französischer Kartoffelkuchen und zum Nachtisch Apfelmus mit Zimt, mhhhhmmm!
Ich wohne ja zum Glück mit vielen Leuten auf einem Haufen, die auch alle Hunger haben, das heißt fast jeden Abend kocht jemand anders. Das hat schon sehr viele Vorteile:
1. nur so einmal in der Woche muss ich mich ums Essen kümmern
2. ich muss nicht so oft abwaschen (dafür dann allerdings einmal richtig...)
3. ich lerne in kürzester Zeit nationale und internationale Spezialitäten kennen, die ich noch nie vorher gegessen habe und es ist immer superlecker!
So gab es neben den Klassikern (Spaghetti Bolognese, Fischstäbchen und Pizza) schon unzählige kulinarische Köstlichkeiten: Shrimps (dabei dachte ich immer ich mag keinen Fisch...), Thai-Gemüse, französischer Tomatenkuchen, Chili con carne, selbstgemachte Köttbullar, tiefgefrorene Köttbullar, Hot Dogs, Schweizer Käse-Fondue, Asia-Huhn, Pfifferlinge, Lasagne, Champignons in Gorgonzola-Sauce, Milchreis, Cous-Cous, etc. etc...
Nicht schlecht, was?! Solna-Campus ist der Gourmet-Tempel Stockholms :-). So, und jetzt hab ich noch mehr Hunger bekommen, also auf zum heutigen Menu: französischer Kartoffelkuchen und zum Nachtisch Apfelmus mit Zimt, mhhhhmmm!
Ein Hauch von Sommer...
Seit gestern ist Oktober und bei vielen herrscht sicherlich die Vorstellung vor, dass wir hier schon meterhohen Schnee haben, in dicken Winterjacken rumlaufen und es um vier Uhr nachmittags dunkel wird... gute Nachrichten für euch: ist noch nicht so schlimm :-). Im Moment eigentlich eher das Gegenteil, die Sonne hat sich überlegt, uns ab und zu nochmal zu verwöhnen (wahrscheinlich so als kleines Abschiedsgeschenk, denn wenn sie nächstes Jahr wiederkommt, bin ich schon wieder im guten alten Deutschland).
Der Beweis, dass ich hier auch nicht nur rumspinne: Sonntag war ich mit Niclas, Sämi und seiner Freundin Martina PADDELN!! Zwei sonnige Stunden lang durch die Stockholmer Süßgewässer und ich als kleiner Kajakexperte (dank zahlreicher Urlaube) bin fast gar nicht nass geworden.


Der Beweis, dass ich hier auch nicht nur rumspinne: Sonntag war ich mit Niclas, Sämi und seiner Freundin Martina PADDELN!! Zwei sonnige Stunden lang durch die Stockholmer Süßgewässer und ich als kleiner Kajakexperte (dank zahlreicher Urlaube) bin fast gar nicht nass geworden.
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