Montag, 17. Dezember 2007

Und Besuch no. 5: die liebe Astrid

Und die kennt sich ja Gott sei Dank schon aus in Stockholm, weil sie ja auch schon ein halbes Jahr hier gelebt hat.
Also zur Abwechslung mal kein Sightseeing, kein frühes Aufstehen und kein Reiseführer in der Tasche. Auch mal entspannend, vor allem, weil ich ja selber in zwei Tagen nach Hause fahre und sich vor Weihnachten immer so viel in der Uni anstaut... das ist hier offensichtlich auch nicht anders als in Deutschland.

Aber Zeit für einen Glögg bleibt natürlich immer :)


Also dann wünsch ich allen treuen Lesern FROHE WEIHNACHTEN und nen guten Rutsch nach 2008. Mittwoch mittag geht mein Flieger, also werd ich bis dahin wahrscheinlich nichts berichtenswertes mehr erleben.
Aber im Januar gehts ja noch einen Monat weiter mit Stockholm im Winter, Partys, Klausuren, Seminaren, Skiurlaub und Abschiedsschmerz... bis dahin Alles Liebe und feiert schön, aber nicht zu tüchtig :).

Helsinki

Das zweite Adventswochenende verbrachten wir in Helsinki. Wieder so ein ziemlich billiger Boattrip wie auch nach Riga mit siebenstündigem Aufenthalt in der finnischen Hauptstadt.
Das war ein Supertrip, abgesehen vielleicht von Seekrankheit auf dem Hinweg und Dauerregen in Helsinki, aber solche Kleinigkeiten können wir vernachlässigen... :).

Es weihnachtet sehr: Weihnachtsmärkte, Glögg und Lucia

Stockholm im Dezember ist einfach wunderbar!! Überall Weihnachtsbeleuchtung, Tannenzweige, Weihnachtsmärkte, Glögg, Pepperkakor und so weiter...

Am ersten Advent haben wir uns auf dem eunderschönen Weihnachtsmarkt im Skansen in Weihnachtsstimmung gebracht und erste Weihnachtsgeschenke gekauft :). Und nicht nur die, man konnte sich auch mit schwedischem traditionellen Essen zuschmeißen: Rentierwurst, Lachsbrot, Elchdöner, Tunnbrödsrulle (so ne Art Döner mit Kartoffelpüree)...
Und nicht zuletzt sind wir natürlich auch traditionell um den Weihnachtsbaum getanzt zu schwedischer Musik, einfach super!


Letzten Donnerstag war Lucia. Das ist schwedische Tradition. Am 13. Dezember kommt die heilige Lucia (eine weißgekleidete Frau mit einem Lichterkranz auf dem Kopf) mit ihrem Gefolge und bringt den Schweden Licht in den dunklen Winter. Und das wird richtig zelebriert hier. Mit Konzerten in den diversen Kirchen ab 6 Uhr morgens, Kinder bringen als Lucia verkleidet ihren Eltern das Frühstück ans Bett und Stockholm wählt offiziell seine Lucia, die dann nachmittags in einer Prozession von der Stadt in den Skansen geleitet wird. Da sind wir dann auch hin, aber die Menschenmassen waren schon eher wieder unfeierlich... gesehen haben wir zumindest nicht viel.

Jaane: Besuch no. 4

Und es soll nicht der letzte gewesen sein, das kann ich schonmal vorwegnehmen...

Zur besten Urlaubszeit Ende November kam Jaane auch nochmal für ein par Tage eingeflogen. Es ging gut los mit Dauerregen und grau in grau, das war mal ein Sightseeing der anderen Art mit nassen, kalten Füßen, aber zum Glück schon Glögg in der Altstadt auf dem gerade eröffneten Weihnachtsmarkt. Und man kann ja auch in die Museen flüchten, so hab ich auch endlich mal das Vasamuseum abgehakt.


Stockholm ist aber immer für eine Überraschung gut, denn die restlichen Tage hatten wir strahlend blauen Himmel und konnten bei Dauerfrost die Schären, den Fernsehturm und Djurgarden genießen.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Der schwedische Winter....

... macht faul und müde. Wenn man nicht gerade irgendwo unterwegs ist, hat man Besuch, muss lernen oder ist krank. Da bleibt nicht viel Zeit für den Blog, sorry...

Aber ich verspreche: es ist nicht langweilig geworden hier!! Es weihnachtet dagegen sehr. Heute war Lucia (schwedische Weihnachtstradition) und überall sind Weihnachtsmärkte mit gebrannten Mandeln und Glögg, jammi.
Außerdem war die Jaane vor zwei Wochen hier und jetzt ist gerade Astrid angekommen. Letztes Wochenende waren wir in Helsinki und davor auf dem wunderschönen Weihnachtsmarkt im Skansen. Und nicht zu vergessen: in sechs Tagen gehts ja auch schon wieder Richtung Heimat zum Weihnachtsurlaub.

Aber davor werde ich auf jeden Fall nochmal ein paar neue Fotos hochladen, also bitte noch ein bisschen Geduld :). Geht solange noch nen Glühwein trinken, denn der ist doch noch ein ganz bisschen besser als schwedischer Glögg... Skal!!

Donnerstag, 15. November 2007

Ein ganz besonderes Jubiläum

Gestern, am 14. November, vor 100 Jahren wurde bei Vimmerby in Smaland eine ganz besondere Frau geboren: Astrid Lindgren. Ihrem 100. Geburtstag muss an dieser Stelle mal für einen Moment gedacht werden...

Denn ohne Astrid wäre mir viel verborgen geblieben. Mit ihren Büchern bin ich aufgewachsen, ich weiß alles über Pippi, Madita, Bullerbü, Michel, Saltkrokan, Ronja und den Rest. Ich fands toll, da wollte ich auch hin, nach Schweden, wo alle Menschen in roten Häusern leben, Mittsommer feiern und sich Weihnachten streiten, wer die Pfefferkuchen mit der Schweinchenform ausstechen darf...

Und siehe da: 2007 mit 24 bin ich endlich da und muss sagen, es ist wirklich toll hier. Mein Haus ist zwar grau-gelb, Mittsommer ist schon lange vorbei und Weihnachtsplätzchen gibts erst im Dezember, aber das macht nichts. Ich genieße jeden Tag hier und freu mich über jedes rote Haus, das ich sehe. Wer weiß, ob ich das ohne Astrid Lindgren erleben würde?!

Danke, Astrid!

Riiiiiiga, yeah

Juhuuu, letztes Wochenende kam ich endlich auch in den Genuss meines ersten Boattrips hier in Schweden. Nur in Stockholm ist ja auf die Dauer ja auch langweilig, also machten wir uns auf nach Riga.
Nachdem am vorherigen Wochenende schon 20 Leute die gleiche Idee hatten, waren wir nur zu viert (Kati, Sämi, Niclas und ich, wir waren zuvor alle besuchstechnisch verhindert). Und es war super: Freitag abend in Stockholm los, Ankunft in Riga um 10 am Samstag morgen, dann 7 Stunden durch die Stadt und abends um halb sechs wieder zurück. Und bezahlt haben wir für die ganze Geschichte 120 Kronen (= 13 Euro pro Person)!! Endlich mal was billiges in Schweden :).
Und warum ist das so billig? Na, ganz einfach. Auf dem Schiff gibt es zollfreien (= billigen) Alkohol und alles, was die Schiffsgesellschaft will, ist den auch zu verkaufen. Also werden trinkfreudige Menschen quasi umsonst mitgenommen. Gut für Erasmus-Studenten, denn wir sind trinkfreudig und arm...

Riga war darüber hinaus aber auch sehr schön. Wir waren eigentlich die ganze Zeit in der Altstadt mit Reiseführer Kati (sie war vorher schonmal da und kannte sich ein bisschen aus). Nachdem morgendliche Müdigkeiten, Kater und Seekrankheit abgeschüttelt worden waren, hatten wir also eine tolle Zeit zwischen den alten Häusern und Kirchen...


Es war allerdings echt ganz schön kalt... vor allem oben auf dem Kirchturm, nach sieben Stunden wars dann auch ganz angenehm wieder aufs Schiff zu kommen, dachten wir... zumindest dachten wir das bis der Seegang loslegte. Unser Schiff war nämlich ganz schön klein, die Ostsee ganz schön unruhig und unsere cabin ganz schön weit vorne und noch unter dem Autodeck! Das hat schön geschaukelt...

Sonntag, 4. November 2007

Schnee und Ice

Ohoh, hier brechen langsam kältere Zeiten an... man hat sich kaum dran gewöhnt, dass es immer so früh dunkel wird (mittlerweile um halb fünf, die Sonne geht um viertel vor vier unter...), dann geht der Winter so richtig los... aber der Reihe nach:

Donnerstag habe ich erstmal die Abschlussklausur meines ersten Jura-Kurses (Introduction into Swedish Law) hinter mich gebracht und damit hoffentlich meine halbe Erasmus-Pflicht erledigt. Zur Belohnung ist dann Henning für vier wunderschöne Tage zu Besuch gekommen und hat von mir einmal das volle Stockholm-Programm geboten bekommen.
Das Highlight war die Absolut-Wodka-Icebar am Freitag abend: eine kleine Bar in Stockholm komplett aus Eis, sogar die Tische, Bänke und Gläser, bei minus 5 Grad Raumtemperatur. Für schweineteure 180 Kronen bekommt man einen Raumfahrermantel und einen sehr sehr leckereren Absolut Wodka-Cocktail, mhhhhmmmm... hat sich gelohnt!


Da haben wir schon ein bisschen gefroren, obwohl es sich draußen inklusive Wind noch kälter anfühlte... mehr Fotos von und mit Henning gibts übrigens hier. Jetzt ist er leider schon wieder weg... :-( Guten Flug!

Und jetzt meine Damen und Herren ein weiterer Höhepunkt des Erasmusstudenten in Stockholm: Freitag nacht, in den frühen Morgenstunden des 3. November 2007 fiel der erste SCHNEE!!! Und nicht mal wenig davon, man konnte ihn am nächsten Morgen sogar noch kurzzeitig sehen!


Und es soll nicht der letzte bleiben, wenn man dem Wetterbericht glaubt:

Dienstag abend: Schneefall
Dienstag nacht: minus vier Grad
Mittwoch: Tagestemperatur 0 Grad

Also ich würde sagen der Beweis ist erbracht: kältere Zeiten mit Schnee und Eis, ohne Henning und mit einem neuen Kurs ab morgen, der meine Anwesenheit so drei- bis viermal die Woche fordert statt wie bisher ein- bis zweimal...

Sonntag, 28. Oktober 2007

Sozialstaat Schweden: heute am Beispiel Museum

Als kulturell interessierter und aufgeschlossener Erasmus-Student habe ich in den vergangenen zwei Monaten selbstverständlich auch das eine oder andere Museum hier in Stockholm besucht. Und was dabei doch sehr auffällt, ist die unglaubliche Familienfreundlichkeit.
Überall kann man alles anfassen, ausprobieren und sich austoben. Es gibt Aufenthaltsräume mit langen Tischen und Mikrowellen, damit mein sein eigenes Picknick mitbringen kann. Auf den Toiletten sind grundsätzlich ein extra niedriges Klo und Waschbecken und die Kindereintrittspreise sind auch sehr niedrig.

Hier mal einige illustrierte Beispiele:

Reaktionstestpiel im Naturhistoriska Riksmuseet

Wale zum Anfassen

Wir machen unsere eigenen Wolken in der Klimaausstellung des Naturhistoriska Museets

Im Junibacken kann man überall reinkriechen, alles anfassen und alles anprobieren...

... und natürlich auf dem kleinen Onkel reiten

und zu guter Letzt: die Kinderwagenansammlung vor dem Junibacken :-)

17 Uhr Ortszeit: es ist dunkel...

... wollte ich nur mal eben mitteilen. Eigentlich ist es ja ganz schön, dass man eine Stunde länger hat heute, vor allem vor dem Hintergrund, dass ich lernen muss, aber ab vier Uhr nachmittags Dämmerung... das ist gewöhnungsbedürftig. Auf der anderen Seite kanns sicherlich auch ganz gemütlich sein, ich zünd dann gleich mal eine Kerze an :-).

Ansonsten ist hier in letzter Zeit nicht allzuviel passiert. Nächsten Donnerstag steht die Jura-Klausur bevor, das heißt der halbe Campus sitzt gerade förmlich in den Büchern. Gott sei Dank hatte ich vor der heißen Lernphase nochmal eine sehr nette Abwechslung: Elternbesuch! Zwei Tage Kurztrip Stockholm bei bestem Wetter. Das haben wir ausgenutzt und das volle Programm abgespult: Skansen, Gamla Stan, Katharinahissen, Södermalm, Junibacken, Skeppsholmen... und nicht zu vergessen Essen gehen (mein erstes Mal in Stockholm!).

Oh, und was natürlich auf keinen Fall unterschlagen werden darf, ist das Super-Überlebens-Fress-und-Trinkpaket, das die beiden mitgebracht haben (das Foto zeigt nur einen kleinen Ausschnitt). Daran werd ich noch viel Freude haben!

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Stockholm Open

Letzten Freitag haben wir uns trotz winterlicher Temperaturen und Wetterlage aus dem Haus getraut. Allerdings nur, um den ganzen Tag bei den Stockholm Open in der Tennishalle zu verbringen. Tommy Haas, live und in Farbe, Manu und ich waren Hin und Weg ;-).


Wir saßen auch echt nahe dran, in der dritten Reihe! Da sind uns sogar die Bälle um die Ohren geflogen... Achso, und er hat natürlich auch gewonnen: 6:3, 6:3 gegen Juan Monaco. Die anderen Spiele waren auch nicht schlecht, mit Clement, Karlovic, Johannsson, Blake... auf jeden Fall klasse, das ganze mal aus der Nähe zu betrachten.

Samstag, 13. Oktober 2007

Det är kallt

Kurze Zwischenmeldung von mir: es ist gerade saukalt in Stockholm! Donnerstag Nacht minus 1 Grad, gestern Nacht minus 3 Grad...
Wenn ich morgens in meiner cabin aufstehe, frier ich mir sämtliche Körperteile ab bis sich die altersschwache Heizung dazu herablässt, zu wärmen. Und Wintershopping ist unter Erasmussern zur Zeit sehr beliebt: Schal, Handschuhe, Jacke, Mantel, Stiefel, Mütze... wurde alles von verschiedenen Personen in den letzten drei Tagen angeschafft.

Und so sah es gestern gegen vier Uhr morgens in Solna aus: (brrr, da muss man sich schon warme Gedanken machen...)

Montag, 8. Oktober 2007

Von Kanelbulle, Wein, Campusleben und den Wundern der Technik

Und weiter geht das Leben in Schweden, es rennt geradezu in Riesenschritten... langsam bekomme ich auch ein Gefühl von schwedischem Alltag, denn nicht mehr jeder Tag ist total spektakulär. Sooo viele neue Eindrücke würde mein kleiner Kopf allerdings auch nicht aushalten, von daher find ichs eigentlich recht angenehm im Moment. Und es passiert immer noch genug...

Letzten Mittwoch zum Beispiel wurden wir Erasmus-Studenten in der Stockholmer City Hall (Stadshuset) vom Bürgermeister empfangen! Ich hab ihn zwar nur etwa ne Minute gesehen und nicht wirklich verstanden, aber dafür gabs ein gutes Buffet und genügend Wein! Endlich mal Wein, den bekommt man ja sonst nicht (außer man steht auf Tetrapak-Weißwein für 6 Euro...). Da hat sich das schick machen doch echt gelohnt.

Der Empfang fand übrigens im gleichen Saal statt wie das Bankett nach der Nobelpreisverleihung im Dezember. Wir wurden allerdings nach knapp zwei Stunden (als der Wein leer war) recht unsanft "rausgeschmissen", ich denke das passiert den Nobelpreisträgern nicht...

Donnerstag war Kanelbulle-Tag. Witzig, die Schweden: erfinden einfach einen Tag, an dem alle Kanelbulle essen müssen... und dann gibts überall "drei zum Preis von zwei", " vier für 30 Kronen", "300 zum Preis von 200" und man kann sich mit den Dingern zuschmeißen... Resultat: abends hatte ich zwei riesige Teile gegessen und konnte sie schon nicht mehr sehen, wir feiern mal wieder nen Geburtstag rein und dreimal dürft ihr raten, was der Geburtstagskuchen um Mitternacht war...

Freitag war dann, wie gesagt, mal wieder Geburtstag-Tag. Solna-Regel: jede Woche ein Geburtstag und immer am Freitag :-). Gute Organisation finde ich. Diesmal gab es als kleine Ausnahme allerdings sogar zwei Geburtstagskinder, Astrid und Lasse. Grund genug für eine Überraschungsparty und deshalb fand Freitag abend unsere zweite Fancy Dress Party statt. Motto: "Crazy Hat - komme mit einem verrückten Hut und hab Spaß".


Der Abend wurde dann etwas länger und feuchtfröhlich, daher verlief das restliche Wochenende für mich eher ruhig... Ich habe aber noch ein paar schöne neue Bilder in meiner Galerie.
Noch kann ich Bilder machen, auf den Computer ziehen und hochladen. Wer weiß wie lange noch, denn in Sachen Technik kommt hier so einiges zusammen auf dem Campus... Laptops zerstören sich aus ungeklärten Ursachen von selbst, meine externe Festplatte funktioniert nur noch an ungeraden Tagen hab ich das Gefühl, Kopfhörer sind hinüber, das Internetnetzwerk bricht regelmäßig zusammen... ich denke im Januar kochen wir dann alle zusammen draußen über dem offenen Feuer und schreiben unsere Seminararbeiten auf der Schreibmaschine...

Dienstag, 2. Oktober 2007

Essen als wichtiger Teil des kulturellen Austauschs

Ich muss leider gerade 15 Minuten länger auf mein heutiges Abendessen warten, weil die Köchin wohl in leichten Schwierigkeiten steckt... das gibt mir mal die Gelegenheit, über die Erasmus-Essgewohnheiten zu berichten. Zu Beginn stand ich dem Ganzen ja etwas skeptisch gegenüber... von der Uni mit der besten Mensa Deutschlands zu der Uni mit der teuersten Mensa der Welt, wie kann das gutgehen? Gibts ab jetzt nur noch Nudeln mit Tomatensoße? Nein! Weit gefehlt, Gott sei Dank.
Ich wohne ja zum Glück mit vielen Leuten auf einem Haufen, die auch alle Hunger haben, das heißt fast jeden Abend kocht jemand anders. Das hat schon sehr viele Vorteile:

1. nur so einmal in der Woche muss ich mich ums Essen kümmern
2. ich muss nicht so oft abwaschen (dafür dann allerdings einmal richtig...)
3. ich lerne in kürzester Zeit nationale und internationale Spezialitäten kennen, die ich noch nie vorher gegessen habe und es ist immer superlecker!

So gab es neben den Klassikern (Spaghetti Bolognese, Fischstäbchen und Pizza) schon unzählige kulinarische Köstlichkeiten: Shrimps (dabei dachte ich immer ich mag keinen Fisch...), Thai-Gemüse, französischer Tomatenkuchen, Chili con carne, selbstgemachte Köttbullar, tiefgefrorene Köttbullar, Hot Dogs, Schweizer Käse-Fondue, Asia-Huhn, Pfifferlinge, Lasagne, Champignons in Gorgonzola-Sauce, Milchreis, Cous-Cous, etc. etc...
Nicht schlecht, was?! Solna-Campus ist der Gourmet-Tempel Stockholms :-). So, und jetzt hab ich noch mehr Hunger bekommen, also auf zum heutigen Menu: französischer Kartoffelkuchen und zum Nachtisch Apfelmus mit Zimt, mhhhhmmm!

Ein Hauch von Sommer...

Seit gestern ist Oktober und bei vielen herrscht sicherlich die Vorstellung vor, dass wir hier schon meterhohen Schnee haben, in dicken Winterjacken rumlaufen und es um vier Uhr nachmittags dunkel wird... gute Nachrichten für euch: ist noch nicht so schlimm :-). Im Moment eigentlich eher das Gegenteil, die Sonne hat sich überlegt, uns ab und zu nochmal zu verwöhnen (wahrscheinlich so als kleines Abschiedsgeschenk, denn wenn sie nächstes Jahr wiederkommt, bin ich schon wieder im guten alten Deutschland).

Der Beweis, dass ich hier auch nicht nur rumspinne: Sonntag war ich mit Niclas, Sämi und seiner Freundin Martina PADDELN!! Zwei sonnige Stunden lang durch die Stockholmer Süßgewässer und ich als kleiner Kajakexperte (dank zahlreicher Urlaube) bin fast gar nicht nass geworden.

Samstag, 29. September 2007

Skansen

Und weiter gehts, es ist noch viiiiiel mehr passiert. Wenn man schonmal Besuch hat, dann will man ihm ja auch was bieten. Also sind wir trotz vier Stunden Schlaf nach Konzert und Nachparty in meiner cabin Donnerstag mittag nach Skansen aufgebrochen. Skansen ist das älteste schwedische Freilichtmuseum mitten auf der Insel Djugarden in Stockholm und eine Riesenanlage! Los gehts mit einem Rundgang durch die schwedischen Jahrhunderte: alte Häuser, Handwerksvorführungen wie Glasbläser, Tischler, Bäcker und Mechaniker, Gärten und die ganze Zeit einen tollen Blick auf Stockholm, da das Museum etwas erhöht liegt.


Integriert in den Skansen ist auch noch ein Tierpark mit typisch nordischen Tieren wie Elche, Rentiere, Braunbären, Seelöwen, Wölfe etc. Da darf natürlich das Elchfoto nicht fehlen ;-)

Besuch und Beatsteaks

Am Dienstag nach Finhamn kam dann mein erster Besuch! Steffen, Theresa und Marcel. Also: vier Nächte zu viert in meiner 18qm cabin... Aber hat super geklappt und es war ne lustige Zeit! Jetzt sitzen die drei gerade bei schwedischem Dauerregen am Flughafen und warten auf ihre Ryanair-Luxusmachine :-).

Nachdem die drei Mittwoch alleine die Stadt erkundet haben (ich hatte leider Uni), hatten sie das unverschämte Glück, dass abends die Beatsteaks ein Gratiskonzert (!) in einer Bar in Östermalm gegeben haben! Das war vielleicht ein Wahnsinnsabend!! Die Beatsteaks in einer Minibar eine Stunde lang vor vielleicht 150 Leuten... die wollten sich wohl in Schweden bekannt machen. (hat allerdings nicht so gut geklappt, weil fast nur Deutsche da waren... :-))

Finhamn

Es gibt mal wieder Neuigkeiten aus Schweden, und zwar nicht gerade wenige... aber am besten der Reihe nach.

Letzten Sonntag haben wir erstmal einen WUNDERSCHÖNEN Ausflug gemacht: bei strahlendem Sonnenschein mit dem Boot auf die Schäreninsel Finhamn. Dreieinhalb Stunden hin und auch wieder zurück, aber es hat sich richtig gelohnt! Schon auf dem Boot konnten wir die unzähligen kleinen Inseln bewundern, alle typisch schwedisch mit roten Häuschen, Booten, Bootsstegen und doch sieht keine Insel wie die andere aus...

Auf Finhamn waren wir schließlich fast die einzigen Besucher und konnten völlig ungestört die schwedische Einsamkeit und Natur erleben und uns fühlen wie auf Saltkrokan... Astrid Lindgren wusste schon wovon sie schreibt, genauso hab ichs mir immer vorgestellt!!


Und selbst der Rückweg, als es schon dunkel und kalt wurde, war nochmal ein Erlebnis: schwedischer Sonnenuntergang live und in Farbe

Für einen kompletten Eindruck müsst ihr die Fotos in der Galerie anschauen, das sind so viele tolle Bilder, die passen hier nun wirklich nicht alle...